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Supergroppo

Finale Ligure: Möglichst viel Trail-Time für einmal Shutteln

Bis auf 1.000 Meter hochshutteln, dreißig Minuten runterballern, wieder hochshutteln, eine andere Strecke runterballern, Eis essen, nochmal hoch und runter und dann an den Strand: Für viele Finale-Touristen sieht so vermutlich ein perfekter Tag im Mountainbike-Eldorado an der ligurischen Küste aus. Der Haken: Man fährt auf den immer gleichen Strecken, die von den Shuttles angefahren werden. Alternativ bucht man sich eine organisierte Tour und schafft dann fünf oder sechs Abfahrten am Tag. Allerdings geht das schnell ins Geld, außerdem muss man mit der Gruppe Glück haben.

Bei unserem – mittlerweile dritten Urlaub in Finale Ligure – haben wir versucht, das Prinzip „viel Trail-Time für wenig Shuttle-Geld“ zu perfektionieren. Dabei haben uns die Trails oberhalb von Mallare besonders gefallen. An insgesamt drei Tagen haben wir uns zur Nato Base hochshutteln lassen und sind dann jeweils einen anderen Trail runter nach Mallare gefahren. Im Anschluss ging es auf einem Forstweg wieder hoch und auf der anderen Seite des Bergkamms runter.

Nato Base – Mallare – Feglino

Für 10.30 Uhr haben wir zwei Shuttleplätze ab Finale Ligure reserviert. Der Minibus bringt uns – inklusive Warten – innerhalb von 40 Minuten von wenig mehr als 0 Metern auf beinahe 1.000 Meter hoch. Der Shuttle endet am Hubschrauberlandeplatz unterhalb der „Nato Base“, einer verlassenen Militärbasis.

Nato Base, Finale Ligure
Nato Base

Crestino Pt. 1 (#95, blau)

Von dort nehmen wir den Crestino Pt. 1, einen als leicht markierten, flowigen Trail, der mit kleinen Up- und Downhills auf dem Kamm entlang führt.

Trail del Boccioni (#441, blau)

Auf dem Bric del Borro biegen wir nach links auf den Trail del Boccioni ab, der ebenfalls zunächst mit kleineren Gegenanstiegen dem Kamm folgt.

Trail del Boccioni, Finale Ligure
Trail del Boccioni

Seine Tiefenmeter vernichtet der Trail in engen, teilweise steilen Serpentinen auf weichem, waldigem Laubboden. Durch das viele Laub, kleine Äste und Steine ist der Trail mitunter schwer einschätzbar und manchmal unvermutet rutschig.

Trail del Boccioni, Finale Ligure
Trail del Boccioni

Der Trail endet mitten im Dorf Mallare. Im Sommer ist es hier sicherlich angenehm kühl und ruhig. Jetzt im Winter kommt die Sonne hier kaum über die Berge.

Trail del Boccioni, Finale Ligure
Trail del Boccioni

Cadotto (#442, grün)

Am Ende des Dorfes führt der als Cadotto bezeichnete Forstweg zurück nach oben. Im Vergleich zu vielen anderen Uphills ist dieser wirklich angenehm zu fahren – wenig Steigung, griffiger Untergrund und so gut wie kein Verkehr.

Cadotto, Finale Ligure
Cadotto

Der Uphill endet am Colla di San Giacomo, einer windigen Kreuzung mit Picknickbänken unterhalb des Monte Alto. Über einen Forstweg fahren wir von hier weiter Richtung Supergroppo. Der Trail beginnt eigentlich weiter oben, doch aus dem Vorjahr wissen wir: Der steile Uphill lohnt nicht für die paar Meter Trail, die man dadurch gewinnt.

Supergroppo (#134, blau)

Der Supergroppo startet flowig mit kleinen Kickern und Stufen und wird dann deutlich flacher und in der Wegführung etwas unübersichtlich. Im Mittelteil verläuft er auf einem schmalen Weg am Hang entlang, bevor es am Ende nochmal steiler und ausgefahrener wird.

Supergroppo, Finale Ligure
Supergroppo

Die Schussabfahrt über ausgefahrene Stufen durch Laub und lose Steine  macht nicht so viel Spaß und müsste mal saniert werden.

Supergroppo, Finale Ligure
Supergroppo

Danach ging es letztes Jahr ähnlich ausgeballert weiter. Mittlerweile wurde der unterste Teil aber bereits auf eine neue Strecke verlegt und macht nun wieder Spaß. Sogar ein Sprung wurde eingebaut.

Supergroppo, Finale Ligure
Supergroppo

Der Supergroppo endet oberhalb von Feglino. Hier kann man an einer idyllischen Straßenkreuzung sein Wasser auffüllen und auf einer Bank in einem windgeschützten Eckchen die Sonne genießen. Sogar ein Bücherregal und eine Katze versüßen die Pause. Gut erholt kann man von hier zur Kapelle San Rocco hochradeln. Von dort führen mehrere Abfahrten nach Feglino runter. Wir fahren Oribago (#393, blau) runter, einen noch ziemlich frischen, achterbahnartigen Trail mit lehmigem Boden, der in ständigen Kurven steil bergab führt und für den Uphill versöhnt.

Im nächsten Beitrag stellen wir eine weitere Option vor, die von der Nato Base nach Mallare führt.

Gesamtstrecke: 25.31 km
Gesamtanstieg: 750 m
Gesamtabstieg: -1553 m
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